Sehenswürdigkeiten

Aus der Geschichte


Ortsumgehung Wallenfels
Ortsteile von Wallenfels
Pfarrei Wallenfels


Typisches für Wallenfels
Städtepartnerschaft


Aktuelles
Impressum
   
 

 
 


 


  Was ist ein "Blechla" überhaupt ?

 

 

Nun, es ist ein Gefäß, natürlich für Bier, und es ist aus Blech gemacht. Wenn man sagt, daß Blech beim Bier keinen Schaum hält, so war das nicht weiter wichtig, denn das Kommunbier hatte sowieso keinen und der Vorteil für die Flößer lag darin, daß der Wirt das "Blechla" gestrichen voll machen mußte, daß also mehr wie ein "Seidlein" hineinging.

Seit dem Wallenfelser Flößertreffen 1970 sind die "Blechla" wieder in Mode gekommen. Die Stadt hatte ein paar Dutzend, versehen mit dem Stadtwappen als Erinnerungsgeschenke herstellen lassen. Hergestellt wurden die Blechla von Hans Gleich-Kölla. Heute wird die Herstellung der "Blechla"
- es handelt sich hier um reine Handarbeit - noch von Josef Schlee ausgeübt.

Zunächst wird das Blech ausgeschnitten, dann wird es übers Knie gezogen, damit es "geschmeidig" wird und später schön rund. Es ist Weißblech, verzinnt. Aus dem Blech wird dann auch der Boden geschnitten, ebenso ein Streifen für den Henkel. Nun wird ein verzinkter Draht in den oberen Rand eingelegt. Vorher wird eine Falz mit dem Holzhammer angebracht. Ist der Draht drinnen, dann wird das Gemäß, also "½ Liter" eingeschlagen, über einem Amboß wird das Blech dann gerundet und verlötet. Ein kleines Maschinchen drückt schließlich den Eichstrich, das "Sign" ein, ebenso wird die Falz für den Boden aufgebracht und der Boden selbst mit einer Falz versehen. Nachdem er eingepaßt ist, wird er ausgerichtet, damit das Maß stimmt und dann eingelötet. Als letztes wird dann der Henkel gebogen und aufgelötet und schließlich noch als Schmuck ein Wappen aufgesetzt. Mit einigen Lappen, die mit verschiedenen Mitteln getränkt sind, wird das "Blechla" auf Hochglanz geputzt und steht dann zur Aufnahme des köstlichen Gerstensaftes zur Verfügung.

Über die Entstehung der "Blechla" gibt es nur sehr wenige Aufzeichnungen. Sie gehören jedoch schon immer zu Wallenfels und zu den Flößern, die sie auf ihren langen Fahrten bis nach Amsterdam mitnahmen. Benutzt wurden die Blechla auch immer in den Kommunwirtschaften. Zu dieser Zeit gebrauchte man auch Gießer aus Blech zum Ausschenken.

Zum Geschmack sei nur soviel gesagt, daß manche Wallenfelser darauf schwören, daß das Bier aus dem "Blechla" am besten schmeckt. Tatsache ist, daß der Gerstensaft im "Blechla" wohltemperiert kühl bleibt.






















über Wallenfels
Verwaltung
Freizeit
Tourismus
Vereine
Wissenswertes



| Stadtplan | Sitemap | Impressum